Marketing-Mix

Der Marketing-Mix ist die Optimierung der absatzpolitischen Instrumente, in welcher der Kunde im Mittelpunkt steht. Planung, Durchführung und Kontrolle gehören zu den Funktionen. Die zweistufige Vorgehensweise beinhaltet erstens das Festlegen des strategischen Instruments (Product, Place) und zweitens das Betrachten des taktischen Instruments im Anschluss (Price, Promotion).

Positioning[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ziel des Positioning ist, Auswege aus der Preisfalle zu finden, und anders zu sein. Die Nutzen-/ Wertsumme soll maximiert werden. Die Angebotsdifferenzierung ist wesentlicher Bestandteil dieser Marketingstrategie. Fragen, welche man sich u.a. stellen kann sind: Wodurch kann ich mich im Wettbewerb differenzieren? Mit welcher Differenzierung erziele ich die meisten Wettbewerbsvorteile? Der Käufer ist hierbei entscheidend. Bei seinem Auswahl- und Kaufprozess wägt er Kosten- und Nutzensumme gegeneinander ab.

Differenzieren ist das Feststellen unterschiedlicher Merkmale von Vergleichsobjekten durch die Käufer im Zielmarkt. Mögliche Vergleichsobjekte sind z.B. Hersteller, Anbieter, Marke, Produkt, spezielle Angebote des Produkts. Durch den Vergleich schafft sich der Käufer ein mentales Bild von den für ihn relevanten Vergleichsobjekten. Das Differenzieren unterscheidet sich auch je nach Kaufverhalten. Beim habituellen Kaufverhalten gibt es weniger Differenzierung (low-involvement-Produkte). Beim komplexen Kaufverhalten gibt es mehr Differenzierung (high-involvement-Produkte).

Ein Problem bei den Differenzierungsmöglichkeiten stellt der Zeitaufwand. Hierbei wird unterschieden zwischen dem zeitlichem Aufwand (alle Angebotsalternativen prüfen) und dem mentalen Aufwand (sicher sein, wirklich alle Alternativen gefunden zu haben). Die Lösung hierfür ist die Vereinfachung der Informationssuche und der Entscheidungskriterien im Kopf der Kunden. Es kann durch vereinfachende mentale Bilder differenziert werden. Relevante Vergleichsobjekte bekommen Merkmale zugeordnet (mentale Bilder entstehen). Diese mentalen Bilder werden dann im Kopf des Konsumenten im Koordinatensystem eingeordnet und bewertet.

Positionieren stellt die Zuordnung von Merkmalen zu Vergleichsobjekten durch die Käufer im Zielmarkt.

Differenzierung und positionieren ist das, was der Kunde macht.

Differenzierung und Positionierung ist das, was der Marketer macht.

Kriterien für die Differenzierung und Positionierung sind:

  • Nachhaltigkeit (Differenzierung hält länger an)
  • Bezahlbarkeit (Aufpreis für Unterschied ist für Käufer bezahlbar)
  • Vorsprungssicherung (Ausreichend Schutz des Unterschieds von Imitation)

Die Differenzierung ist ein Vorgang, durch den sinnvolle Unterschiede in das „Design“ eines Produktangebotes integriert werden, um das eigene Angebot vor dem Wettbewerber abzuheben. Unterschiede können z.B. durch Änderungen des Produktes, der Serviceleistungen, der Distribution; durch Mitarbeiter oder durch die Identitätsgestaltung hervorgerufen werden.

Bei den Produkten muss erst festgestellt werden, ob es sich um hochstandardisierte oder stark individuelle Produkte handelt. Bei hochstandardisierten Produkten gibt es wenig Möglichkeiten zur Differenzierung (auf den ersten Blick). Bei stark individuellen Produkten gibt es hingegen viele Differenzierungsmöglichkeiten. Möglichkeiten der Differenzierung aus der Kundensicht sind z.B. Produktausstattungselemente, Styling, Haltbarkeit oder Zuverlässigkeit.

Mitarbeiter können Einfluss auf die Differenzierung nehmen durch Fachkompetenz, Höflichkeit, Vertrauenswürdigkeit oder Kommunikation.

Bei der Distribution kann u.a. durch die Art des Absatzweges differenziert werden, wie z.B. indirekter Vertrieb (Handel), Direktvertrieb (z.B. Vorwerk), oder Network-Marketing (z.B. Tupperware). Das Image ist oft das einzigste Differenzierungskriterium.

Die Identitätsgestaltung kann zum Beispiel durch Symbole, Printmedien, die atmosphärische Gestaltung oder Ereignis-Sponsoring durchgeführt werden.

Eine Positionierungsstrategieist das Bestreben des Unternehmens, sein Angebot so zu gestalten, dass es im Bewusstsein des Zielkunden einen besonderen, geschätzten und von Wettbewerbern abgesetzten Platz einnimmt. Man versucht, Eigenschaftsassoziationen zu dem positionierenden Objekt herstellen. Dies können Assoziationen durch dem Kunden bekannten Produkt (iPad zu iPhone), Hersteller (Samsung zu Apple) oder Anbieter (Gravis zum Apples Store München) sein. Die eigentliche Positionierung finden in den Köpfen der Kunden statt. Eigenschaftsassoziationen entstehen im Kopf durch

  • das Erleben des Produktes - Anwendung
  • das Beobachten des Produktes
  • das Fühlen des Produktes
  • die Kommunikation mit und über das Produkt

Eine starte Positionierung zeigt eine starke Marke. Die Marke wird als alleiniger und originales Inhaber der differenzierenden und nutzenstiftenden Merkmale gesehen.

Um differenzierende Eigenschaften zu finden, kann die Marktforschung angewendet werden.

Bei der Positionierung können dem Unternehmen auch Fehler unterlaufen. Dies kann eine Unterpositionierung (LED oder Plasma Bildschirm?), eine Überpositionierung (exklusive Hersteller haben auch günstige Ware), eine unklare Positionierung (Renault) oder eine zweifelhafte Positionierung (Douglas - come in and find out) sein.

Um eine Positionierungsstrategie zu entwickeln, müssen folgende Schritte beachtet werden:

  1. Zielgruppenrelevante Positionierungsobjekte bestimmen
  2. Zielgruppenrelevante Bewertungsdimensionen finden
  3. Wahrnehmung der Produkte durch den Kunden ermitteln
  4. Positionierungskreuz aufstellen
  5. Eigenen Platz analysieren
  6. Positionierungsstrategie entwickeln

Product[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Product ist das wichtigste Werkzeug im Marketing-Mix. Am Beginn des Marketing-Mix-Prozesses steht das Angebot für den Kunden zu formulieren, das den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden entspricht.

Das Produkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Produkt ist, was einem Markt angeboten werden kann, um es zu betrachten und zu beachten, zu erwerben, zu gebrauchen oder zu verbrauchen und somit einen Wunsch oder ein Bedürfnis zu erfüllen. Im Grunde ist alles, was vermarktet werden kann ein Produkt.

Produkte haben verschiedene Unterscheidungskriterien: physisches Produkt, Dienstleistung, Person, Ort, Organisation, Ideen, Veranstaltungen.

Das Produktangebot muss geplant werden. Dies kann auf der Basis der fünf Konzeptionsebenen passieren.

  1. Kernnutzen: fundamentale Produktleistung
  2. Basisprodukt: konkrete Umsetzung des Kernnutzens
  3. Erwartetes Produkt: enthält das Basisprodukt und ergänzt um ein Bündel von nützlichen Eigenschaften und Rahmenbedingungen
  4. Augmentiertes Produkt: erwartetes Produkt, ergänzt um Aspekte, die die Erwartungen des Kunden übertreffen
  5. Potenzielles Produkt: was in der Zukunft noch alles kommen kann (kostenlose Massage,..)

Neben den Konzeptionsebenen gibt es eben sechs Ebenen der Produkthierarchie:

  1. Bedürfnisfamilie: Grundbedürfnis
  2. Produktfamilie: alle Produktklassen, die ein Grundbedürfnis befriedigen können
  3. Produktklasse: Gruppe von Produkten in der Produktfamilie, zwischen denen ein sachlicher Zusammenhang besteht
  4. Produktlinie: Gruppe vpn Produkten in der Produktklasse mit ähnlicher Funktionsweise, ähnlicher Preisstruktur oder ähnlicher Zielgruppe
  5. Produkttyp: Produkte gleicher Art innerhalb der Produktlinie
  6. Artikel: bestimmte Ausführungsform eines Produkttypes

Produkttypologien können nach Dauerhaftigkeit/materieller Beschaffenheit und nach Kaufgewohnheiten unterschieden werden.

Die Produkttypologien nach Dauerhaftigkeit/materieller Beschaffenheit sind Gebrauchsgüter(langlebige Wirtschaftsgüter), Verbrauchsgüter(kurzlebige Wirtschaftsgüter) und Dienstleistungen(immaterielle Produkte).

Die Produkttypologien nach Kaufgewohnheiten sind:

  • Convenience goods: Güter des mühelosen Kaufs. Sie werden häufig gekauft und haben einen minimalen Such- und Vergleichsaufwand
  • Shopping goods: Güter des Such-und Vergleichskaufs. Sie werden seltener gekauft und brauchen viel Aufwand für Suche und Vergleiche
    • Homogene Vergleichsgüter - Preis im Fokus (z.B. ähnliche Qualität zu unterschiedlichen Preisen)
    • Heterogene Vergleichsgüter- Beratung im Fokus (z.B. unterschiedliche Qualität zu ähnlichen Preisen)
  • Specialty goods: Waren mit besonders eigenständigem Charakter oder Markenidentität, bei dem die Käufer einiges an Mühen auf sich nehmen müssen
  • Unsought goods: Güter des fremdinitiierten Kaufs (z.B. Rauchmelder, Lebensversicherungen). Erhebliche Marketinganstrengungen sind notwendig!
Produktmixentscheidungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Produktmix ist die Gesamtheit aller Produktlinien und Artikel, die ein Anbieter dem Kunden zum Kauf anbietet. Der Hersteller fällt die Produktmixentscheidungen (z.B. Siemens: vom Kühlschrank bis zum Atomkraftwerk oder Yamaha: von der Klarinette bis zum Motorrad). Die Anzahl der Produkte im Verbrauchermarkt beträgt 10.000 – 7.000 Stück, im Supermarkt: 5.000 – 7.000 Stück und im Discounter 1.000 - 1.500 Stück.

Produktmixentscheidungen sind wichtige Entscheidungen unter strategischen Gesichtspunkten:

  • Was will der Markt?
  • Was bietet der Wettbewerb an?
  • Welche Technologien stehen zu Verfügung?

Die Breite des Produktmixe ist Anzahl der geführten Produktlinien.

Die Länge der Produktmixes ist die Gesamtzahl aller Produkttypen. Die Länge der Produktlinien ist die Anzahl Produkttypen in Hauptproduktlinie.

Die Tiefe des Produktmixes ist Anzahl der Produktvarianten. Die Durchschnittstiefe des Produktmixes sind alle Artikel geteilt durch Anzahl der Produkttypen.

Bei der Geschlossenheit des Produktmixes handelt es sich um den Grad der Zusammengehörigkeit der einzelnen Artikel im Produktmix/in der Produktlinie.

Für den Produktmix gibt es auch verschiedene Expansionsmöglichkeiten wie z.B. neue Produktlinien einführen (Produktmix wird breiter), bestehende Produktlinien verlängern (Produktmix wird tiefer), jeden Produkttyp um neue Artikel erweiter (Produktmix wird tiefer) oder die Geschlossenheit der Produktlinien erhöhen/vermindern.

Produktlinienentscheidungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Produktlinie ist eine Gruppe von Produkten, die zueinander in enger Beziehung stehen, da sie eine ähnliche Funktion erfüllen, an dieselben Zielgruppen verkauft werden, über dieselben Arten von Distributionspunkten verteilt werden und in bestimmte Preisklassen fallen.

In der Praxis ist ein Manager für eine Produktlinie komplett verantwortlich. Er führt die Produktlinie wie ein „Unternehmer im Unternehmen“.

Für den optimalen Umfang der Produktlinie gibt es eine Faustregel. Steigt der Gewinn durch Hinzunahme eines neuen Artikels, ist der Umfang der Produktlinie zu klein. Steigt der Gewinn durch Wegnahme eines Artikels, ist der Umfang der Produktlinie zu groß.

Eine Produktlinie kann reduziert werden durch das Auslisten im Handel oder Wegnahme des Produktes vom Markt.

Das Ausweiten der Produktlinie kann durch das Strecken der Produktlinie sowie durch das Ausfüllen der Linie gewährleistet werden. Das Strecken der Produktlinie ist die Ausweitung der Angebotsbreite. Man unterscheidet zwischen dem Abwärtsstrecken, dem Aufwärtstrecken und dem zweiseitigen Strecken. Das Ausfüllen der Linien deckt Lücken im Angebotsspektrum ab, um Zusatzgewinne zu erzielen, Händler zufrieden zu stellen, Produktionskapazitäten besser auszulasten, Marktlücken zu schließen oder Konkurrenz fernzuhalten/zu verdrängen.

Der schnelle technologische Wandel führt zu hohem Modernisierungszwang, daher muss auch eine Modernisierung der Produktlinie in Erwägung gezogen werden. Die Produktlinie kann teilweise oder auch komplett erneuert werden. Vorteile einer teilweisen Erneuerung sind dass das sukzessive Vorgehen den Geldbeutel schont und sie als Test gut eignet, bevor die ganze Linie erneuert wird. Nachteile sind, dass der Vorteil schmilzt und die Konkurrenz die strategische Ausrichtung erkennen kann.

Das Timing spielt eine wichtige Rolle - nicht zu früh und nicht zu spät.

Entwicklung neuer Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ziel eines jeden Unternehmen ist, neue und attraktive Produkte ins Sortiment zu bekommen. Dies kann durch die Akquisition von Firmen, Patenten oder Produktgruppe oder durch die Entwicklung neuer Produkte geschehen. Falls ein Unternehmen wenig Innovationen auf den Markt bringt, fällt dieses im intensiven Wettbewerb zurück. Falls ein Unternehmen zu viele Innovationen auf den Markt bringt, können Flops der Produkte existenzgefährdend sein.

Cooper und Kleinschmidt haben hierfür eine Theorie "Erfolgsfaktor Markt" aufgebaut. Diese beinhaltet folgende Punkte:

  1. Erfolgreiche Produkte sind einzigartig, hervorragend und mit unique-selling-point (USP).
  2. Man braucht ein klares Produktkonzept ab Entwicklungsbeginn: Was ist der Zielmarkt? Was sind Produkterfordernisse? Was ist der Kundennutzen?
  3. Synergien zwischen technischem Bereich und Marketing schaffen
  4. Ausführungsqualität der Entwicklungsarbeiten in allen Entwicklungsphasen bereitstellen
  5. Höhe der Marktattraktivität wissen und gewährleisten

Erfolgreiche Unternehmen haben eine längerfristige Budgetierung von Ressource, die Neuproduktstrategie is t Teil des strategischen Gesamtplans und sie haben eine klare und durchdachte Struktur für den Entwicklungsprozess.

Price[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Preise:

  • Individualpreis (Verhandlungslösung) vs. Einheitlicher Preis (festgesetzter Preis)
  • Preis als Knappheitsindikator
  • Preis als Qualitätsindikator
  • Preis als Wertindikator
Erstmalige Preisbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Preis ist ein flexibles Instrument. Jedoch kommt es oft vor, dass die Preisfestlegung im Unternehmen nicht strategisch eingesetzt wird. Bei der Preisbildung sollte man folgenden Punkten folgen:

  1. Preispolitische Ziele bestimmen
  2. Nachfrage ermitteln
  3. Kosten schätzen
  4. Konkurrentenpreise und -angebote analysieren
  5. Verfahren zur Preisbildung auswählen
  6. Preisentscheidung treffen

Ein Unternehmen kann verschiedene preispolitische Ziele haben. Diese können z.B. sein:

  • Fortbestand des Unternehmens
  • Kurzfristige Gewinnmaximierung
  • Kurzfristige Umsatzmaximierung
  • Maximales Absatzwachstum
  • Maximale Marktabschöpfung
  • Qualitätsführerschaft

Bei der Nachfrageermittlung steht die Preissensibilität der Kunden im Fokus. Hierzu muss die Nachfragefunktion zur Hilfe gezogen werden und die Preiselastizität der Nachfrage ermittelt werden. Es gibt verschiedene Faktoren, die Einfluss auf die Preissensibilität des Kunden haben, z.B. Kaufhäufigkeit, Preisniveau des Produkts oder Total-cost-ownership. Je elastischer die Nachfrage reagiert, desto eher werden die Anbieter niedrigpreisig anbieten.

Bei der Kostenschätzung ergibt sich die Preisobergrenze aus der ermittelten Nachfrage und die Preisuntergrenze aus den Kosten. Kunden interessieren sich prinzipiell nicht für die Kostensituation des Anbieters, sondern für die Nutzwertsumme, die sie erhalten.

Die Konkurrenz spielt eine wichtige Rolle. Die Analyse der Konkurrenz kann z.B. durch das Anfordern von Testangeboten, durch Testkäufe oder durch die Analyse der angebotenen Nutzwertsumme durchgeführt werden.

Auf der Basis der Nachfragefunktion, der Kostenstruktur und der Preise des Wettbewerbs kann nun eine der folgenden Preisbildungsverfahren gewählt werden:

  • Zuschlagsverfahren
  • Kapitalrenditeverfahren
  • Break-even-Verfahren
  • Kundennutzungsverfahren
  • Preisvorteilsverfahren
  • Leitpreise des Wettbewerbs
  • Ausschreibungen und Auktionen

Um eine Preisentscheidung zu treffen, muss man auch psychologische Auswirkungen berücksichtigen. Weiterhin muss muss auf den Einfluss anderer Marketing-Mix-Elemente wie Qualität und Werbeaufwendungen geachtet werden. Auswirkungen der Preisentscheidungen wie z.B. die Reaktion vom Handel, Vertrieb, Zulieferer dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

Programmatische Preismodifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Preismodifizierung unterscheidet man zwischen fünf verschiedenen Modifizierungen:

  1. Geografische Preismodifizierung (Werksabgabepreise, Frei-Haus-Preis, Zonenpreis, Frachtbasispreis)
  2. Preismodifizierung durch Rabatte und Nachlässe mit dem Ziel, Kunden zu Handlungne zu bewegen
  3. Preismodifizierung durch Absatzförderung ist zeitlich begrenzt (z.B. Sonderaktionspreise, Lockvogelpreise)
  4. Diskriminierende Preismodifizierung besagt unterschiedliche Preis für unterschiedliche Segmente
    1. Kundensegmenten (Schülerabos)
    2. Produkt- oder Anwendungsform (Evian zum Trinken und Sprühen)
    3. Imagemäßige Preismodifizierung (selbes Produkt in anderer Verpackung für mehr/weniger Geld)
    4. Räumliche Preismodifizierung (P&C in Augsburg billiger als in München)
    5. Zeitliche Preismodifizierung (Jahreszeiten, Wochentag, Tageszeiten)
  5. Preisabstufungen im Produktverbund
Preisänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preissenkungen können aufgrund von Überkapazität, schrumpfendem Marktanteil, geplantem Marktausstieg oder Liquiditätsengpässen durchgeführt werden. Risiken hierbei sind: die Billigwarenfalle, die Unbeständigkeitsfalle oder die Kurzläuferfalle.

Preiserhöhungen können aufgrund von Gewinnsteigerungen, Kostensteigerungen oder Abbau der Nachfrageüberhand durchgeführt werden.

Preisänderungen können verschiedene Reaktionen der Kunden oder Konkurrenten Unternehmens aufrufen. Bei einer Preiserhöhung fragen sich Kunden eventuell, ob es zu beliebt ist und bald nicht mehr lieferbar ist. Bei einer Preissenkung eventuell, ob es sich um ein Auslauf- oder Mangelmodell handelt. Konkurrenzreaktionen sind im Allgemeinen nicht vorhersehbar. Falls der Konkurrent Preisänderungen vornimmt, kann das eigene zum Beispiel wie folgt reagieren: Bei einer Preissenkung in homogenen Märkten könnte man sein Produkt modifizieren und Alleinstellungsmerktmale schaffen. Bei einer Preissteigerung in homogenen Märkten könnte man zuerst abwarten, ob der Konkurrent den Preis durchsetzt und eventuell nachziehen. In heterogenen Märkten empfiehlt es sich, eine Analyse auszuführen, warum der Konkurrent diese Preisveränderung durchgeführt hat. Man sollte eine Strategie erkennen und seine eigene planen.

Place[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Distributionssystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Distributionssysteme in einem Unternehmen sind wichtig, um Einfluss auf die Preisgestaltung sowie auf Kommunikationsentscheidungen zu haben und sich langfristig auszurichten. Bei der Planung von Distributionssystemen sind sechs Punkte zu beachten:

  1. Phase der Neugründung: regionale Kunden, regionaler Vertrieb über existierende Absatzmittler
  2. Phase der Expansion: Neue Regionen, neue Kunden und neue aufnahmebereite Absatzmittler finden
  3. Analyse des Kundenbedarfs: Wie viel wollen die Kunden wann wo wovon Kaufen?
  4. Bestimmung der Distributionsziele
  5. Alternativen für das Distributionssystem finden
  6. Alternativen bewerten (nach Wirtschaftlichkeit, Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten)
Integration von Partnern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Integration der Distributionspartner ins System gibt es vier verschiedene Varianten. Konventionelle Distributionssysteme beinhalten den Hersteller und ein oder mehrere Zwischenhändler. Jeder Beteiligte ist ein eigenständiges Wirtschaftssubjekt und keiner hat wirksame Kontrolle über andere Beteiligte. Bei dem vertikalen Marketingsystem agieren Hersteller und Händler vereint als ein gemeinsame System. Wenn zwei oder mehr eigenständige Unternehmen Ressourcen zusammen legen, um ein gemeinsames Ziel zu realisieren, was sie alleine nicht stemmen würden, spricht man von einem horizontalem Marketingsystem. Multi-Kanal-Marketingsysteme beziehen sich auf viele Zielmärkte und viele Distributionskanäle. Man erreicht eine bessere Marktabdeckung und eine Senkung der Distributionskosten. Auf der anderen Seite jedoch, kommt es oft zu Konflikten mit anderen Distributionspartnern.

Kooperation und Konflikt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konflikte entstehen, wenn Handlungen eines beteiligten Partners das ganze System am Erfolg hindern. Es kann zwischen zwei Konfliktarten unterschieden werden: vertikaler Konflikt (vor- und nachgelagerte Wertschöpfung haben versch. Ansichten ) und horizontaler Konflikt (Partner auf derselben Wertschöpfungsstufe haben unterschiedliche Ansichten ). Konflikte können durch verschiedene Ziele der Partner, Wahrnehmungsunterschiede oder unklare Bestimmungen entstehen. Konflikte sind grundsätzlich nichts schlechtes, sie müssen nur konstruktiv ausgetragen und effektiv gemanaged werden.

Promotion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Instrumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kommunikationsprozess ist ein interaktiver Dialog zwischen Unternehmen und allen Kunden (vor als auch nach dem Kauf). Kommunikationsprozesse können via: word-of-mouth, Umfrage, Service Hotline, Email, Brief oder Social Media erfolgen. Das Kommunikationsmodell besteht aus dem Sender, der Codierung/Decodierung, Störsignalen und der Botschaft. Der Sender muss die Codierung kennen und die Botschaft durchbringen. Die Codierung/Decodierung erfordert Kompatibilität zwischen Sender und Empfänger. Störsignale die dabei auftreten können sind Information Overload oder Empfangsstörungen. Die Wirkung der Botschaft hängt davon ab, wie ausgeprägt die Alleinstellung der Kommunikationsquelle ist. Bei der Planung eines Kommunikationsprogramms zur Absatzförderung müssen folgende Schritte beachtet werden:

  1. Wer ist mein Zielpublikum und welchen Bezug hat es zum Kommunikationsobjekt?
  2. Gestaltung der Botschaft AIDA: Inhalt, Appell, Aufbau, Überbringer
  3. Kommunikationswege sowie Budgetierung müssen bestimmt werden
  4. Budget auf die sechs Instrumente Werbung, PR, VKF, Persönlicher Verkauf, Direktmarketing und Events verteilen
  5. Ergebnisse der absatzfördernden Kommunikation messen
Werbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um eine erfolgreiche Werbung zu schalten, müssen diese folgenden fünf Schritte beachtet werden:

  1. Festlegung der Werbeziele
  2. Bestimmung des Budget
  3. Entscheidungen zur Werbebotschaft
  4. Entscheidungen zur Medienbelegung (Reichweite, Frequenz, Eindrucksqualität)
  5. Beurteilung der Werbewirkung